Gibt es Aliens? Auf der Suche nach Leben im All

Shownotes

Sind wir allein im Universum? Bisher kennen wir Aliens vor allem aus Science-Fiction-Filmen. Die Astrobiologie arbeitet daran, tatsächliche Spuren von ausserirdischem Leben im Weltall zu finden. Mithilfe moderner Teleskope und geplanter Raumfahrtmissionen suchen Forschende nach sogenannten Biosignaturen in den Atmosphären ferner Exoplaneten sowie nach Mikroorganismen direkt in unserem eigenen Sonnensystem.

In dieser Folge von Quantensprung geht es darum, wie die Wissenschaft Leben im All definiert und nachweisen will, welche Rolle Gase wie Sauerstoff und Methan spielen und warum bereits der Fund einfacher Bakterien unser Weltbild grundlegend verändern würde. Ausserdem: Das SETI-Institut und die ETH Zürich haben eine neue internationale Forschungspartnerschaft geschlossen, um gemeinsam den Ursprung des Lebens und dessen Verbreitung im Universum zu untersuchen.

Host: Lena Waltle, Wissenschaftsredaktorin NZZ-Redaktion: Anna Weber, Wissenschaftsredaktorin

In dieser Folge ausserdem mit dabei:

  • Sascha Quanz (Astrophysiker und Professor an der ETH Zürich)
  • Sara Seager (Astrophysikerin und Forschende am MIT)
  • Bill Dimond (Leiter des SETI-Institut)

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00:00:13: Das ist Quantensprung – ein Podcast über Forschung die bewegt!

00:00:22: Sind wir allein im Universum?

00:00:24: Nein, lautet die Antwort.

00:00:26: in Hollywood In science fiction Filmen haben uns schon viele kleine grüne Männchen auf der Erde besucht oder mit ihren gigantischen Bergbau-Raumschiffen versucht, unseren Planeten auszuhöhlen.

00:00:38: Die Science-Fiction Geschichten spielen auf fernen Wüstenplaneten in interplanetaren Imperien und auf Raumschiffe die in die Weiten des Weltraums vorstoßen wo noch nie ein Mensch zuvor gewesen ist.

00:00:53: In Filmen gibt es überall dort Lebewesen Und es gibt sie in allen Größen und Formen und Farben.

00:01:00: Wer also sagt dass es die Aliens nur in unserer Fantasie gibt.

00:01:04: Es klingt immer so ein bisschen pathetisch und komisch, aber das ist letztendlich eine der verbleibenden Fragen der Naturwissenschaften.

00:01:12: Das Forschungsfeld dahinter heißt Astrobiologie – die Wissenschaft der Suche nach Leben im All.

00:01:18: Lange Zeit war das Thema so ein bisschen in der Schmuddelecke.

00:01:21: Aber mittlerweile haben die NASA, die ESA und sogar die chinesische Raumfahrtbehörde alle Programme, in denen sie nach Leben im All suchen wollen.

00:01:31: Und die ETH Zürich hat jetzt sogar bekannt gegeben dass Sie mit dem SETI-Institut zusammenarbeiten wollen und dann dem Institut suchen sie sogar noch intelligentem Leben im all.

00:01:41: Das alles passiert jetzt, weil wir zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit gerade so die technologischen Möglichkeiten haben.

00:01:49: Dass wir Leben im All vielleicht tatsächlich finden

00:01:51: können.".

00:01:52: Damit hat sich meine NCZ-Kollegin Anna Weber beschäftigt

00:01:56: – sie

00:01:56: ist Biophysikerin und hat bei ihrer Recherche herausgefunden es könnte sogar in unserem Sonnensystem anderes Leben geben!

00:02:05: Wir müssen's halt finden….

00:02:08: das

00:02:08: ist Quantensprung Ein Podcast aus der Wissenschaftsredaktion der NCZ.

00:02:13: Wir prüfen Ideen, die die Welt verändern und wie aus Forschung Realität wird – heute?

00:02:19: Wo es im All leben geben könnte und wie wir den Beweis dafür finden!

00:02:23: Ich bin Lena Waldler.

00:02:25: Willkommen.

00:02:28: vor fünfhundert Jahren stellte der Astronom Nikolaus Copernicus das damalige Weltbild völlig auf dem Kopf.

00:02:36: Erde war das Zentrum von allem, stellt sich heraus gibt noch andere Planeten.

00:02:39: Dann haben wir gedacht die Sonne war das Zentrum von allen.

00:02:41: stimmt auch nicht.

00:02:42: Gibt ganz viele Sonnen da draußen.

00:02:43: Auf einmal drehte sich das Universum?

00:02:46: Nicht mehr um den Menschen!

00:02:47: Dann hat man noch die Hoffnung naja vielleicht sind wir irgendwie speziell mit unserer Galaxie Stimmt auch nicht.

00:02:51: Sascha Quanz ist Astrophysiker und Professor an der ETH Zürich.

00:02:56: Also wir sind eine zufällige Erde Um zufältigen Sternen in einer zufädigen Galaxi.

00:03:00: Aber das einzige Spezielle dass wir noch haben ist eben diese Das Verhalten sein Verleben auf diesem Planeten.

00:03:05: Quanz widmet sein Leben der Suche nach Aliens.

00:03:08: Oder wissenschaftlicher, der Suchen nach Anzeichen dafür, dass es auf irgendeinem fernen Planeten leben geben könnte?

00:03:16: Es wäre natürlich für die Wissenschaft super spannend.

00:03:18: Das würde ganz, ganz neue Fragen beantworten können.

00:03:23: Selbst so ein paar Fossilien von Bakterien, die irgendwo mal ganz kurz gelebt haben würden uns schon super viel verraten.

00:03:30: und zwar könnten wir da rausfinden wie und wo Leben entsteht unter welchen Bedingungen das Gedeihen kann, wie es aussehen kann ob das eben unserem Leben sehr ähnlich ist oder ganz, ganz anders und deswegen würden wir viel mehr darüber herausfinden wie leben was Leben eigentlich isst.

00:03:49: Und diese Anzeichen zu finden das ist gar nicht so einfach denn bevor Wissenschaftler wie Quanz und seine Kollegen nach Leben suchen können müssen sie erst einmal definieren Was suchen Sie da eigentlich?

00:04:03: Das Problem ist dass wir nicht so eine richtig einheitliche Definition davon haben was Leben.

00:04:10: Also, wir wissen da ist irgendwas mit Fortpflanzung.

00:04:14: Mit Stoffwechsel, Wachsen bewegen auf Reize reagieren das sind alles wichtige Dinge.

00:04:21: aber es gibt auch immer wieder Lebewesen die nicht so richtig gut in diese Kategorien reinpassen also zum Beispiel so Schwämme am Meeresboden die sich wirklich kaum bewegen und so ist diese Definition gar nicht so eindeutig.

00:04:37: Ich stelle mir unter Leben andere Menschen vor Oder vielleicht sogar noch Tiere oder einen Baum.

00:04:42: Aber Leben können auch ein paar Bakterien unter irgendeinem Stein sein!

00:04:46: Und wir wissen ja nicht, ob auf einem fernen Planeten vielleicht das Leben auch ganz anders aussieht als hier bei uns auf der Erde?

00:04:54: Es wäre super schön wenn wir andere Theorien hätten wie Leben noch funktionieren könnte aber leider haben wir nur das eine Leben hier auf der Erde als Referenz.

00:05:04: Deswegen suchen die Forscher erst mal nach Leben wie es es auf der Ehrde gibt.

00:05:08: Die Sache ist auch so schon schwierig genug.

00:05:11: Und eine der Ideen ist dabei, Leben das aussieht wie auf der Erde gibt es vermutlich auch auf einem Planeten, der aussieht, wie die Erde.

00:05:21: Wie gut!

00:05:22: Dass es ganz viele solche Planeten in den Weiten des Universums gibt.

00:05:26: Jetzt ist es wirklich so dass sogar der Sonnennächste also der aller nächste Stern zu unserer Sonne Das ist ein kleiner bisschen lichtschwacherer Stern heißt Proxima Centauri.

00:05:35: Sogar der wird von nem erdähnlichen Planeten umkreist.

00:05:38: Auch wenn aller nächster Stern, fast nach Nachbarschaft klingt sind Proxima Centauri und der erdehnliche Planet extrem weit weg.

00:05:47: Also Licht braucht ungefähr vier Jahre und drei Monate bis es von Proximaa Centaurii bei uns angekommen ist.

00:05:56: Jetzt ist Licht ja aber wirklich das absolut schnellste im Universum!

00:06:00: Mit der schnellsten heutigen Raumsonde würden wir also ungefähr so hunderte von Jahren brauchen, bis wir Proxima Centauri erreichen.

00:06:09: Sascha Quanz und seine Kollegen können also offensichtlich nicht mal kurz hinfliegen und nachsehen ob IT darum läuft.

00:06:17: Aber die Wissenschaftler haben andere Methoden entwickelt um mehr über dieses sogenannten Exoplaneten herauszufinden.

00:06:24: So nennt man Planeten die um andere Sterne kreisen als um unsere Sonne Und die kann man mit Teleskopen am Nachthimmel sehen.

00:06:35: Aktuell gibt es das James Webb Telescope.

00:06:38: Das schwebt im Weltall und schaut in den Sternenhimmel hinaus.

00:06:42: Und das kann auch schon Exoplaneten zum Teil abbilden, ein bisschen untersuchen.

00:06:47: Aber es ist nicht spezifisch dafür gebaut – deswegen ist da nichts so gut drin!

00:06:52: Deshalb baut man in Chile derzeit zwei Teleskope, das Giant Magellan Telescope und eines mit dem super kreativen Namen Extremely Large Telescope.

00:07:04: Und auch Sascha Quanz plant an der ETH seit sieben Jahren eine Weltraummission, die Exoplaneten untersuchen soll.

00:07:11: In Europa treiben wir aus der Eth heraus eine Mission voran, die heißt LIFE – Life Space Mission oder Large Interferometer for Exoplanets.

00:07:19: Er hofft das LIFE spätestens in den Jahr zwei Tausend Fünfzig fliegen wird und dann noch bessere Bilder von Exoplanetten macht!

00:07:26: Es gibt auch jetzt schon Bilder von Exoplaneten, aber das waren dann eher Planeten die sehr groß sind und sehr weit weg von ihrem Stern.

00:07:36: Das wäre dann so ein Planet wie zum Beispiel Jupiter – und in seinen Jupiter würden Tausend Dreihundert Erden hineinpassen!

00:07:51: Also du kannst dir das so ein bisschen vorstellen, als hättest du eine große sehr, sehr helle Lampe und direkt daneben ist dein Fußball.

00:07:58: Und Du bist von diesen zwei Gegenständen kilometerweit entfernt und machst jetzt ein Foto!

00:08:04: Auf dem Foto wenn das keine extrem gute Kamera ist dann wird er einfach nur ein heller Block zu sehen sein.

00:08:10: Du siehst quasi nur das Licht in dem Fall nur den Stern und der Planet, der kleine Fußball daneben den erkennst du überhaupt nicht.

00:08:18: Du brauchst also eine sehr, sehr gute Kamera mit der großen Auflösung und die auch sehr licht-schwache Objekte sehen kann.

00:08:24: Weil der Planet wie der Fußball, der strahlt nicht selber, er wird nur

00:08:28: angestrahlt.".

00:08:29: Wenn die Forscher dann doch mal seinen Planeten sehen, können sie auf dem Bild nicht erkennen ob da ein Kontinent ist oder ein Gebirge oder einen Ozean oder ein Wald – alles was Sie sehen … ist Licht!

00:08:43: Denn der Planet wird von seiner Sonne angestrahlt und reflektiert das Licht dann hinaus ins Universum.

00:08:51: Und dieses Licht, das fangen Teleskope wie das James Webb Space Teleskop auf!

00:08:56: Das Licht von dem Planeten kann uns verraten welche Stoffe in seine Atmosphäre vorkommen.

00:09:02: Und zwar funktioniert es so...das Licht vom Planeten kommt bei uns an und wir spalten mit einem Prisma in die unterschiedlichen Farben auf.

00:09:10: also wir machen einen Regenbogen daraus Und dann können wir sehen, in diesem Regenbogen fehlen bestimmte Farben.

00:09:18: Da fehlt vielleicht so eine ganz dünne Linie ein ganz bestimmter Rotton und ein ganz bestimmter Blauton.

00:09:23: Das kommt daher dass in der Atmosphäre von den Planeten Moleküle sind die Licht aufnehmen.

00:09:30: Die nehmen Licht auf von ganz bestimmten Wellenlängen, ganz bestimmtem Farben.

00:09:36: Die fehlen dann eben, in dem Licht das bei uns ankommt.

00:09:38: Und

00:09:38: dann kann ich diese fehlende Strahlung genau zuordnen.

00:09:41: Das heißt, ich kann genau sagen, wenn da Strahnung fehlt ist das Sauerstoff.

00:09:44: Wenn da Strahnung fehlt ist es Methan.

00:09:46: Wenn da strahlung fehlt ist dass Wasser und dann kann Ich zusammen puzzeln welche Moleküle In den Atmosphären vorhanden sein müssen.

00:09:53: damit ich dieses Spektrum erklären kann.

00:09:56: Veranschaulichen wir das mal am Beispiel der Erde.

00:09:59: Stellen wir uns vor Wir würden das James Webb Space Teleskop einmal umdrehen und auf die Erde richten.

00:10:04: Das Teleskop fängt das Licht unseres Planeten auf und wir schauen uns dann den Regenbogen an Farben an aus dem Licht der Erde.

00:10:12: In diesem Regen-Bogen würden ganz bestimmte Farben fehlen, daraus könnten wir schließen welche Stoffe es in unserer

00:10:20: Atmosphäre

00:10:24: gibt.".

00:10:26: Man würde aber auch noch Methan sehen und CO², das sind beides sehr einfache Kohlenstoffverbindungen.

00:10:39: Und da alles Leben auf der Erde auf Kohlenstoff beruht gibt es die eben auch in relativ großem Ausmaß in unserer Atmosphäre.

00:10:47: Dann gibt's ja auch noch kleine Mengen von anderen organischen Verbindungen und man würde auch Wasserdampf sehen.

00:10:53: also man würde gleich erkennen können dass das Leben auf unserer Erde auf Wasser basiert.

00:10:59: Und das sind alles sogenannte Bio-Signaturen, weil diese Stoffe auf Leben hindeuten können.

00:11:06: Angenommen wir würden das Leben auf der Erde von kurz pausieren lassen, dann würde enorm schnell das Methan mit dem Sauerstoff in andere Stoffen reagieren und somit würde dieses Signatur verschwinden.

00:11:18: Also wenn Sauerstoffs und Methan aufeinandertreffen, gibt es danach kein Sauerstaff und Methane mehr sondern stattdessen Kohlendioxid und Wasser.

00:11:26: Wenn wir also in einer Atmosphäre Sauerstoff und Methan zusammenfinden, dann bedeutet das, dass die die ganze Zeit nachproduziert werden.

00:11:35: Weil die automatisch die ganze zeit auch wieder abgebaut werden wenn sie sich begegnen.

00:11:39: Und auf der Erde machen das eben Lebewesen ständig Sauerstoffs produzieren und ständig Methan produzieren.

00:11:45: Und bisher kennen wir keinen anderen Prozess der dazu so in der Lage wäre.

00:11:52: Leben ist schon mindestens einmal entstanden – und zwar auf unserer Erde!

00:11:57: Und dort überlebt es sogar an den unmöglichsten Orten.

00:12:14: Bei Milliarden von Planeten im Universum besteht zumindest die Chance, dass irgendeine Art von Leben noch mindestens einmal vorkommt, sagt Bill Diamond.

00:12:29: Am wahrscheinlichsten finden wir sehr einfaches Leben, also vielleicht Mikroben oder Bakterien.

00:12:35: Vielleicht sowas wie Algen auf jeden Fall sehr simple Organismen.

00:12:40: Das muss man sich so vorstellen.

00:12:41: Wenn wir unser Teleskop jetzt auf einen Planeten richten dann erwischen wir den ja in einer ziemlich zufälligen Phase seiner Entwicklung.

00:12:50: und wenn wir uns die Entwicklung der Erde anschauen dann ist die vor so etwa vierundhalb Milliarden Jahren entstanden und war ein Toterstein.

00:12:58: Und dann ungefähr eine Milliarde später sind die ersten Lebewesen wahrscheinlich entstanden, und dreieinhalb Milliarden Jahre lang hat man jetzt also wenn man sich die Erde angeschaut hätte zufällig zu diesem Zeitpunkt dort solches einfache Leben gefunden.

00:13:15: aber erst in den letzten fünfhundert Millionen Jahren hätte man auch komplexeres Leben gefunden.

00:13:22: Das heißt, wenn ich zu einem zufälligen Zeitpunkt die Erde betrachtet hätte, wahrscheinlich wäre das Leben noch sehr einfach gewesen.

00:13:32: Nur so ein paar Mikroorganismen sind vielleicht nicht die Art von Aliens, die wir uns vorgestellt haben... Deshalb suchen Wissenschaftler auch nach Lebewesen, mit denen wir uns tatsächlich unterhalten könnten.

00:14:06: Bill Diamond leitet seit Jahrzehnten das CETI-Institut.

00:14:10: Dort suchen Forscher seit den Achtzigerjahren nach außerirdischen Zivilisationen, und zwar indem sie nach Spuren von Technologie suchen.

00:14:31: Gute an intelligentem Leben ist, wenn wir Signale empfangen würden dann würden die wahrscheinlich ziemlich sicher als Leben identifizieren können.

00:14:45: Also,

00:14:52: man spricht ja von sogenannten Technosignaturen.

00:14:55: Das heißt eine intelligente Spezies hat wahrscheinlich so was wie Radio entwickelt und sendet Radiowellen aus, die könnten wir aufnehmen oder hat vielleicht sogar Raumschiffe, die wir finden können.

00:15:05: Und wenn wir solche Signaturen finden dann wissen wir ziemlich sicher, oh!

00:15:10: Wir haben intelligentes Leben entdeckt.

00:15:13: Das Problem ist natürlich, intelligentes Leben auf der Erde erst seit sehr, sehr kurzer Zeit vorhanden.

00:15:20: Das heißt es ist nicht so wahrscheinlich das zu finden und vielleicht verpassen wir das auch einfach wenn das auf fremden Planeten vielleicht schon vor hunderttausenden Jahren entstanden ist oder erst in ein paar Millionen Jahre entsteht.

00:15:34: Es gibt diese Theorie dass das genau der Grund ist warum wir noch gar kein intelligentes Leben gefunden haben weil intelligente Spezies und technologisierte Spezias kurzlebig sind.

00:15:46: Das wären natürlich keine so guten Nachrichten für uns als Spezies.

00:15:50: In der Forschungswelt ist die Suche nach solchen Technosignaturen und intelligentem Leben immer noch ein Nischenthema, aber am SETI-Institut forscht man eben auch an der Entdeckung von einfachem Leben – und dafür finanzieren sie nun an der ETH Zürich auch eine neue Assistenzprofessor!

00:16:07: Die Forscher dort werden vermutlich zuerst ein paar Bakterien unter irgendeinem Stein

00:16:12: finden….

00:16:18: Aber

00:16:19: wenn wir ein paar Mikroorganismen finden wollen, dann müssen wir vielleicht gar nicht

00:16:24: so weit weg

00:16:24: suchen.

00:16:25: Die könnte es sogar in unserem eigenen Sonnensystem geben.

00:16:29: Also zum Beispiel auf Mars oder manche schauen auch bei Venus nach ob's da eben geben könnte oder Monde bei Jupiter und Saturn?

00:16:36: Und da suchen wir jetzt auch!

00:16:38: Wir sind gleich zurück

00:16:45: Ob Vermögensverwaltung, Säule IIIa oder ETF-Kinderportfolio.

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00:17:07: Während Forscher wie Sascha Kvans hoffen im Licht von fernen Planeten einen Hinweis auf Leben zu finden, zweifeln andere Wissenschaftler an dieser Methode.

00:17:18: Sarah Stieger zum Beispiel!

00:17:20: Denn sie sagt Es könnte ja sein, dass Methan und Sauerstoff auf einem anderen Planeten auch anders entstehen.

00:17:27: Und zwar ganz ohne Leben!

00:17:36: Siegel ist Astrophysikerin – und forscht am MIT.

00:17:39: Sie ist eine der Forscherinnen die angezogen werden von der Speerspitze der Wissenschaft.

00:17:45: Sie forscht an Themen, die heute noch als Spinnerei gelten.

00:17:49: Aktuell widmet sie sich der Suche nach außerirdischem Leben direkt in unserem kosmischen Hinterhof.

00:18:12: Sie will einen handfesten Beweis finden und so einem Beweis, den kann nur eine Probe liefern!

00:18:18: Dafür muss aber eine Sonde zu dem Planeten fliegen, die Probe einsammeln und sie zurück zur Erde bringen.

00:18:26: Zum Beispiel von der Venus – unserem Nachbarplaneten.

00:18:29: Die Venus ist näher an der Sonne dran als die Erde Und deswegen ist es da extrem heiß.

00:18:34: Also auf der Oberfläche sind das über vierhundert Grad Celsius im Durchschnitt.

00:18:39: Da ist auch ein extrem hoher Druck.

00:18:41: Das heißt eigentlich ist die Venus nicht so besonders geeignet für Leben Allerdings in den Wolken weit oben, da ist es viel weniger heiß und da ist auch nicht so viel Druck wie am Boden.

00:18:53: Das heißt, da sind die Bedingungen eigentlich fast ähnlich wie auf der Erde wenn man davon absieht dass diese Wolken leider auch aus extrem ätzender Schwefelsäure bestehen.

00:19:06: Sieger konnte aber im Labor beweisen das so etwas wie DNA auch in diesen Giftwolken überleben könnte.

00:19:13: Deshalb plant sie mit den Venus Morningstar Missions Proben aus diesen Wolken zu entnehmen.

00:19:19: Zuerst einmal wollen Sie eine Art Ballon in diese Wolken der Venus herablassen und der soll Instrumente dabei haben, mit denen er die chemischen Moleküle in diesem Wolken analysiert.

00:19:31: Und wenn diese chemischen Moleküle dann vielversprechend aussehen, dann würden sie eine weitere Mission hinschicken.

00:19:37: und da wollen Sie eine Probe nehmen.

00:19:39: Also da kommt wieder ein Ballon der lässt so einen Probencontainer runter, er öffnet sich sammelt ein paar Stunden vielleicht sogar tagelang alles ein was da in den Wolken so zu finden ist Schließt sich wieder, wird hermetisch verriegelt und zur Erde zurückgebracht.

00:19:55: Und dann könnten wir diese Probe eben auf der Erde mit all den Instrumenten die wir hier haben ganz genau untersuchen.

00:20:01: Wenn da Bakterien drin sind, finden wir sie auch auf jeden

00:20:04: Fall.".

00:20:05: Und

00:20:05: auch so ein

00:20:06: ganz kleines bisschen Leben würde uns schon viele Erkenntnisse bringen, sagt Sarah Sieger.

00:20:12: Es wird uns etwas mehr zurückgeben, das Leben öffnen kann.

00:20:26: Sascha Quanz und Sarah Siegel sind sich ziemlich sicher, dass es irgendwo da draußen Leben gibt.

00:20:32: Nie etwas finden heißt auf jeden Fall nicht – es gibt nichts!

00:20:35: Also es kann sehr gut sein, dass wir einfach was übersehen.

00:20:39: Erstens werden wir's nie schaffen alle Exoplaneten anzuschauen Und dann können wir da das Leben auch nur dann entdecken, wenn da richtig viel leben ist.

00:20:49: Also so drei Mikroben unter einem Stein – da haben wir gar keine Chance die jemals zu finden!

00:20:55: Insofern wird die Möglichkeit immer bestehen, dass es Leben im All gibt.

00:21:00: Wenn wir aber ganz viele Planeten anschauen und wir finden nichts und auch ganz viele Monde und Planeten in unserem eigenen Sonnensystem, dann können auf jeden Fall was darüber sagen wie selten Leben ist?

00:21:13: Momentan kann es ja noch sein, dass das total häufig ist und eigentlich quasi überall vorkommt.

00:21:18: Wir wissen's nicht so richtig!

00:21:19: Und wenigstens die Frage würden wir auch beantworten können wenn wir gar nichts finden...

00:21:24: ...und Quanz meint, dass unser Weltbild zum Positiven verändern würde, wenn wir es finden Wie damals mit Copernicus.

00:21:31: Das würde was Positives auslösen.

00:21:33: Ich glaube eine Möglichkeit, eine Vision aufzuzeigen Die uns vereint als Menschheit Dass wir auf diesem Raumschiff Erde Eine Zivilisation sind.

00:21:41: Wir haben einen gemeinsamen Ursprung, wir können alle zusammen und wir sind auf diesem Planeten als eine große

00:21:47: Gemeinschaft.".

00:21:48: Übrigens!

00:21:49: Es gibt aktuell einen heißen Kandidaten für Leben im All den Exoplaneten K-II-Achzen B. Bilder vom James Webb Teleskop haben Hinweise darauf geliefert dass es dort vielleicht Biosignaturen in der Atmosphäre gibt Aber um das abzuklären müssen wir wohl auf die besseren Teleskope warten.

00:22:12: Bis dahin könnt ihr weiterhin Quantensprung hören

00:22:15: und

00:22:15: natürlich auch lesen!

00:22:17: Im Newsletter findet ihr die wichtigsten Fakten zu dieser Folge, auf einen Blick – und zusätzlich noch weiteren Lesestoff aus den Weiten des Universums.

00:22:26: Den Link zur Anmeldung findet ihr in den Shownotes.

00:22:29: Das war Quantenssprung ein Podcast über Forschungen, die bewegt.

00:22:32: Ich bin Lena Waldle.

00:22:34: Wir hören uns wieder nächste Woche.

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