5G aus dem All: Satelliteninternet von Starlink schafft Funklöcher und Roaming ab
Shownotes
Tausende Satelliten kreisen um die Erde, und dank neuer Technologien wie «Direct to Cell» können sie Internetsignale bald direkt auf gewöhnliche Smartphones senden. Ganz ohne Satellitenschüsseln oder Mobilfunkmasten könnten Funklöcher in Bergtälern, Urwäldern oder auf hoher See der Vergangenheit angehören. Doch wie realistisch ist die Vision von globalem Mobilfunk aus dem All wirklich? Elon Musk drängt mit Starlink Mobile in den Telekommarkt. Doch bevor er der Deutschen Telekom oder der Swisscom Konkurrenz macht, muss er noch ein paar Hürden niederreissen – und droht an Hausdächern zu scheitern.
In dieser Episode beleuchten wir die physikalischen Grenzen, technologische Innovationen wie Massive MIMO und die Frage, ob Satelliten eine Konkurrenz für klassische Mobilfunkanbieter darstellen oder gar Zensur in Autokratien umgehen können.
Host: Lena Waltle, NZZ Wissenschaftsredaktion Redaktorin/Co-Host: Gioia da Silva, NZZ-Technologieredaktorin
In dieser Folge ausserdem mit dabei: Pietro Ronchetti, Forscher an der ETH Zürich
Produktion: Nadine Landert
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Quantensprung Live Podcast: Pioniergeist in den Alpen: Der Absturz der Dakota und die Evolution der modernen Flugrettung
Datum: 26. Oktober 2026 Ort: Kaufleuten, Zürich Weitere Tickets und Infos für die Veranstaltung gibt es auf dieser Seite.
Transkript anzeigen
00:00:04: Das ist Quantensprung.
00:00:06: Ein Podcast über Forschung, die bewegt!
00:00:13: Fünfhundert Kilometer über unseren Köpfen wuselt es.
00:00:17: Militärsatelliten sausen durch das All Wetter-Satelliten vermessen die Wolken.
00:00:22: Satelliten so klein wie eine Schuhschachtel fliegen über die Meere und überwachen die Umwelt.
00:00:27: Andere – so groß wie ein Auto – spionieren gerade jemandem aus.
00:00:32: Tausende Satellite kreisen dort wie ein hyperaktiver Bienenschwarm um die Erde Und fast täglich kommen neue dazu.
00:00:40: Demnächst soll die neue Rakete von SpaceX, der Starship eine ganz neue Art von Satelliten im Orbit aussetzen.
00:00:48: Diese Satellite senden Internet-Signale auf die Erde und zwar direkt auf unsere Smartphones.
00:00:54: Sie brauchen keine Satellitenschüsseln – keine Sendermasten!
00:00:58: Der Dienst dieser Satellitten heißt Direct to Cell.
00:01:02: Der Dienst bringt Internet an Orte, wo es bisher einfach noch keins gab.
00:01:06: In Bergteller in Urwälder oder auf die Hohe See.
00:01:10: Dank diesem Satelliten-Internet gibt es keine Funklöcher mehr und man könnte ein Mobilfunkabber für die ganze Welt abschließen.
00:01:18: Roaming?
00:01:18: Das wäre für immer
00:01:19: vorbei!
00:01:20: Damit hat sich meine Kollegin Joya da Silva beschäftigt.
00:01:23: Sie schreibt für die enste Zeit über Technologie und ihre Auswirkungen auf die Gesellschaft.
00:01:29: Das Satelliten-Internet könnte frei sein von Zensuren.
00:01:33: Auch Menschen in Diktaturen hätten damit Zugang zu freien Informationen.
00:01:37: Jaya erwartet
00:01:38: viel von dieser Technologie
00:01:40: und nicht nur sie.
00:01:42: Elon Musk, der Chef des Starlink-Satelliteninternets, der erwartet natürlich gutes Business für seine Filme.
00:01:48: Es wird Spacesaxe
00:01:52: mit Konnektivität direkt vom Satellit zu den Phonen erlangen
00:01:56: lassen.
00:01:57: Weil im Grunde könnte es ja gelingen, dass er Mobilfunkbetreibern wie der Swisscom oder der Deutschen Telekom mit den Satelliten auch Konkurrenz macht.
00:02:07: Das ist Quantensprung – ein Podcast aus der Wissenschaftsredaktion der NCZ.
00:02:12: Wir prüfen Ideen die unser Leben verändern und wir als Forschung.
00:02:15: Realität wird Heute?
00:02:18: Wie Mobilfunke aus dem All unseren Zugang zum Internet verändert.
00:02:22: Ich bin Lena Waldler Willkommen!
00:02:39: Die Idee von Satelliteninternet ist nicht ganz neu, berichtet uns Pietro Ronchetti von der ETH Zürich.
00:02:45: Angefangen habe alle sind in den Neunzigern
00:02:48: mit Bus
00:02:48: großen Satellitens die Tausende Kilometer über dem Equator fliegen und Internet zur Erde senden – und mit ein paar Dutzend Satellite in Erdnähe!
00:02:57: Nur war deren Internet meist sterbenslangsam oder wahnsinnig teuer, oder sogar beides.
00:03:07: Es war ein Must-Have für das Militär und eine Spielerei für Superjachten – bis ein Unternehmen!
00:03:13: Denn Markt für Satelliten Internet komplett
00:03:16: aufmischte.
00:03:27: Darüber
00:03:27: hat meine Kollegin Joya mit Pietro Ronchetti gesprochen.
00:03:31: Ronquetti forscht nämlich an solchen Satelliten-Netzwerken, besonders ein Starlink.
00:03:36: Keine Firma hat mehr Satellitens im Orbit als Starlink!
00:03:39: Tatsächlich gehört auch ein Großteil aller aktiven Satellitten zu Starlink dazu.
00:03:45: Der Grund warum Starlink so gut ist liegt aber an seinem Mutterkonzern.
00:03:49: Starlink ist das Tochterunternehmen von SpaceX der Raketenfirma von Elon Musk
00:03:55: und revolutionisieren
00:04:05: die Weise, dass wir als Mensch, ich glaube, in den Orbit arbeiten.
00:04:26: Neben Starlink versuchen auch andere Unternehmen im Satelliten-Internet-Business mitzumischen.
00:04:31: Es
00:04:31: gibt da zum Beispiel das Amazon, mit seinem Amazon Leo es gibt das europäische Irisquare und es gibt auch noch kleinere Firmen wie Ostspace Mobile.
00:04:41: die arbeiten eigentlich alle daran dieses Direct to Sell schaffen zu können.
00:04:45: Die größte Konstellation ist die Goa Wang.
00:04:48: Das sind chinesische Internet-Satelliten die auch direkt auf Smartphone Internet checken können.
00:04:54: Aber die Flotte ist gegenwärtig noch rund fünfmal kleiner als die Starlink Direct to Cell Flotte.
00:04:59: Dieses Feature, Direct To Cell, ist ein ganz wichtiger Schritt in der Weiterentwicklung des Satelliteninternets!
00:05:06: Also überall wo es eben keine Satellitenschüsseln hat, ist halt das Direct to Cell genial.
00:05:11: Ganz wichtig ist es zum Beispiel bei Naturkatastrophen.
00:05:15: also wenn z.B.
00:05:15: Erdbeben oder Überschwemmungen oder Tornados die Mobilfunkinfrastruktur auf der Erde zerstören, dann bleibt das Mobilfunkenetz eigentlich nur noch über den Satelliten erreichbar.
00:05:26: Satelliten-Internet hat aber natürlich auch noch sehr viele andere Anwendungen.
00:05:31: Es verbindet einfach Menschen in entlegenen Weltregionen mit dem Internet, denn dank dem Satellitennetz gibt es keine Funklöcher mehr – nämlich nicht in der Arktis und im Dschungel oder auf dem Meer.
00:05:43: Dazu kommen noch Anwendungen wie z.B.
00:05:46: autonome Landwirtschaftsmuschinen, die dank Mobilfunk aus dem All auch im Outback und in der Pampa betrieben werden können.
00:05:53: Und für die Wissenschaft könnte Satelliten Internet auch Anwendung haben.
00:05:57: Zum Beispiel könnte man auf Vulkanen so autonomen Messstationen installieren, die permanent messreien an eine Forschungsstation senden – und zwar ohne dass die Forscher Daten vor Ort auslesen müssten!
00:06:10: Und ich könnte jetzt natürlich noch mehr Anwendungen aufzählen, aber grundsätzlich ist Satelliten Internet ja ein bisschen auch wie einfach Internet an und für sich.
00:06:18: Es ist halt die Basis von unserem modernen Leben.
00:06:21: Um Internet heute schon auf dem Handy zu empfangen reicht tatsächlich ein handelsüblicher Smartphone aus – das ist nicht das Nadelöhrer!
00:06:29: Ja Starlink hat eben insgesamt diese Zehntausend Satellitens, aber nur sechshundertfünfzig von ihnen können Mobilfunksignale Direct to Cell also direkt auf ein Smartphone senden.
00:06:39: Und über Europa sind zwar schon immer mehrere Direct-to-Sell-Satelliten so in Sichtweite, aber das reicht noch nicht aus für eine konstante stabile Verbindung.
00:06:49: Beziehungsweise das Netz reicht aus um vielleicht Textnachrichten zu versenden oder mal einen Zeitungsartikel zu laden Aber das Netz ist noch zu schwach um ein Videocall zu machen und eine Filme zu streamen.
00:07:01: Für ein stabiles schnelles Internet braucht man also viel mehr Satelliten mit Mobilfunkantennen.
00:07:07: Ein bisschen kennen wir das von Mobilfunk auf der Erde.
00:07:10: Wenn wir zum Beispiel an einem Fußballstadion alle gleichzeitig telefonieren wollen, dann bricht einfach schnell das Netz zusammen.
00:07:17: Also Mobilfunkt-Antennen haben eine limitierte Kapazität.
00:07:22: Wenn jetzt in einer dicht besiedelten Region mehrere Städte nebeneinander liegen müssen sich die Menschen in den Städten den einen Satelliten, der gerade über die Region rüberfliegt aufteilen.
00:07:33: Der Satellit funkt nämlich sogenannte Beams zur Erde, also Volkstrahlen aus Radiowellen.
00:07:40: Und ein Beam deckt eine relativ große Fläche auf der Erde ab.
00:07:44: Also etwas so groß wie den ganzen Kanton Tessin oder vielleicht etwas so gross wie die Fläche zwischen Frankfurt und Mannheim.
00:07:51: Und je mehr Leute da in dem Beam drin sind, desto schlechter wird das Signal.
00:08:01: Pietro
00:08:02: Ronchetti hat mir das so erklärt.
00:08:04: Es gibt ein Rohr, durch das fließt Wasser durch und irgendwann ist das Rohr halt voll.
00:08:09: dann passt auch nicht mehr Wasser rein.
00:08:10: was man aber machen kann ist man kann das Rohhr dicker machen und dann kann auch mehr Wasser durchfließen.
00:08:15: Das ist beim Mobilfunk auch so.
00:08:17: natürlich fliesst da kein Wasser sonder Daten.
00:08:20: Die erste Lösung für diesen Engpass sind also mehr Satelliten.
00:08:24: SpaceX plant zweiundvierzichttausend Starlink Internet-Satelliten in den Himmel zu schießen.
00:08:30: Über tausend sollen mit Mobilfunkantennen ausgerüstet sein.
00:08:38: Dadurch müssen sich dann wenige Nutzer einen Satelliten teilen, aber... Aber einem gewissen Punkt ist eine physikalische Grenze erreicht.
00:08:59: Denn es gibt nur einer wie grenzte Anzahl an Radiofrequenzen, die die Satelliten benutzen können.
00:09:06: Egal wie viele Satellite also um die Erde kreisen Es gibt eine maximale Menge an Daten,
00:09:11: die zur
00:09:12: Erde gesendet werden können.
00:09:24: Das bedeutet für Starlink, es gibt nur eine Möglichkeit um flächendeckendes fünf-G schnelles Internet irgendwann bereitzustellen.
00:09:32: Sie müssen das Signal der Satelliten verbessern.
00:09:37: Es gibt einen Trick oder eine gute Technologie die nennt sich Massive MIMO Und SpaceX schreibt auf seiner Webseite diese neue Technologie soll die Leistung eines Satellitens um das zwanzig Woche steigen.
00:09:55: Massive MIMO
00:10:00: ist eine Technologie, um Funkstrahlen, also die Beams, schmaler und fokussierter zu machen.
00:10:06: Die Beams werden also kleiner und damit auch stärker.
00:10:09: Die neuen Starlink-Satelliten, nämlich die, die jetzt gerade mit dem Starship in den Orbit verfrachtet werden, beherrschen massiv MIMo noch besser als die älteren Starlink Satelliten – so wird das Direct to Cell Internet besser.
00:10:21: Man kann sich von MIMO denken, dass man nicht nur eine große Pipe hat, sondern auch die ganze Stadt fliegt.
00:10:28: Man kann es sich vorstellen, als MIMOs mit Satelliten und Strahlen, die direkt zu den Individuen sind, die die Satellit-Service benutzen.
00:10:38: Das bedeutet, ein einzelner Beam bedient ein kleineres Gebiet.
00:10:42: Also zum Beispiel anstatt dass ein Beam den ganzen Kanton Zürich bedient, bedient er eben nur noch etwa die Stadt Zürch.
00:10:49: oder anstatte dass der Beam das Gebiet zwischen Frankfurt und Mannheim bedient bedient ihr eben nur nach die Stadt Frankfurt.
00:10:55: Weil sich die Fläche der Funkzelle so verkleinert müssen sich weniger Nutzer den einen Beam aufteilen und das erhöht dann die Kapazität für den einzelnen Nutzer.
00:11:04: Wenn wir uns die Satelliten wie einen Scheinwerfer vorstellen, dann könnten wir sagen...
00:11:08: Auf den alten Satellitten hat es eine Glühbirne.
00:11:11: Die Licht halt ein bisschen überall verteilt und auf der neuen Satellit hat das so Spotlichter, die nur noch einen kleinen Teil der Erde beleuchten aber dort viel stärker
00:11:20: erhält.
00:11:22: Und by the way Starlink is already doing quite a bit of MIMO maybe not massive.
00:11:27: ...die neuen Satteliten, die SpaceX nun aussetzen wird, können massive MIMOs bereits!
00:11:33: Aber die nächsten Satellitengenerationen sollen noch besser werden.
00:11:37: Sie sollen nicht mehr nur vier G, sondern fünf G-Internet senden!
00:11:41: Sie werden zwei Tonnen wiegen und doppelt so große und starke Antennen haben.
00:11:46: Doch um solche großen neuen Satelliten wirtschaftlich ins All zu bringen, braucht SpaceX eben das Starship – und das ist zwar auf gutem Weg aber noch nicht ganz fertig entwickelt...
00:11:56: Schon bald wird der Starship sehr viele neue Satelliten aussetzen, und zwar auf einer Höhe von fünfhundert Kilometern bis sechshundert Kilometer über die Erde.
00:12:05: Das ist
00:12:06: eigentlich ziemlich nahe – das ist ungefähr die Luftlinie zwischen Hamburg und München!
00:12:11: Damit die Satellite nicht von der Erdenziehung zurückgezogen werden und abstürzen, müssen sie also sehr schnell fliegen mit siebenundzwanzigtausend Kilometren pro Stunde.
00:12:22: Das is fast zehnmal so schnell wie eine Gewehrkugel….
00:12:26: Und während Sie um die Erde schießen, müssen sie auch nach Daten direkt auf unsere winzigen Smartphones senden.
00:12:32: Schon eine technische Meisterleistung!
00:12:35: Ja wenn man sich überlegt wie das Satelliten-Internet funktioniert dann finde ich es schon fast verrückt dass es überhaupt möglich ist.
00:12:41: also Man muss sich vorstellen, die Satelliten rasen über unsere Köpfe hinweg und aus der Perspektive vom Smartphone am Boden ist ein einzelnes Satellit nur für etwa drei bis fünf Minuten überhaupt sichtbar bevor er hinter dem Horizont wieder verschwindet.
00:12:56: Das heißt damit mein Videostream oder mein Telefonat nicht sofort abbricht sobald der Satellite auch so reich weiter ist braucht es ein System wie sich die Satteliten gegenseitig ablösen können.
00:13:07: Diese Übergabe von einem Satelliden zum nächsten Die nennt man Inter-Satellite Handover, also die Signalübergabe im Weltall.
00:13:15: Das Netz berechnet ihm voraus exakt die Umlaufbahnen der einzelnen Satelliten.
00:13:20: Satellit A weiß also schon frühzeitig das gleiche Satelli B, die Abdeckung der Zone übernehmen wird und Satelliti B richtet dann seinen Beam bereits schon auf mein Smartphone aus zwar noch bevor er überhaupt Daten an mich sendet Und dann schaltet die Verbindung innerhalb von wenigen Millisekunden um.
00:13:37: Also Satellit A schickt meine Daten dabei direkt über ein Lasersignal an Satellite B und Satelliten B führt dann meiner Internetverbindung einfach weiter.
00:13:46: Für mich sieht es so aus, als wäre nichts geschehen.
00:13:48: das alles passiert im Hintergrund.
00:13:53: Das ist alles technisch sehr komplex aber faszinierender Weise absolut möglich.
00:13:59: Wenn das alles so reibungslos funktioniert brauchen wir überhaupt noch Funkmasten auf der Erde?
00:14:05: Naja, also Satelliten-Internet hat halt einen entscheidenden Nachteil.
00:14:09: Es kommt von oben.
00:14:11: Mobilfunkmassen auf der Erde – die sind anders, die senden Signale meist eher so horizontal und damit durchdringen sie auch Außenwänden von Gebäuden oder Fenster.
00:14:21: aber wählen aus dem All die schlagend Senkrecht von oben ein in ein Gebäude
00:14:25: Und dort treffen Sie auf Ihren Endgegner.
00:14:28: das von Menschen gebaute Konstrukt dass Satellitten Internet an seine Grenzen bringt Hausdächer.
00:14:37: Wir sind gleich zurück!
00:14:42: Kommen Sie mit mir auf ein Abenteuer.
00:14:44: Vor achtzig Jahren verirrt sich ein amerikanisches Militärflugzeug und crashed auf einem Gletscher.
00:14:49: Für die Crew- und die Passagiere beginnt einen Wettlauf gegen die Zeit.
00:14:52: Gemeinsam mit den Luftfahrtsjournalisten Andreas Spät und Jürgen Schelling begleiten wir eine spektakuläre Rettungsaktion, die den Beginn der hochalpinnen Luftrettung markiert Und wir finden heraus welche Innovationen in Zukunft so ein Meilenstein sein werden Wie damals die Gletscherrettung in den Berne Alpen.
00:15:09: Seien Sie mit dabei!
00:15:10: Am der nächsten Quantensprünge-Live-Podcast im Kaufleuten in Zürich statt.
00:15:17: Tickets und alle Infos finden sie in der Folgenbeschreibung.
00:15:26: Satellitensignale sind Radiowellen, und die bahnen sich einen Weg durch den Orbit – durch die Atmosphäre.
00:15:33: Wolken sind ihnen egal, Gewitterzellen irritieren sie nicht.
00:15:36: Die Distanz ist kein Problem Aber Solaranlagen
00:15:39: Dachziegel
00:15:40: tragende Decken aus Stahlbeton.
00:15:43: Irgendwann können die Radiowellen nicht mehr,
00:15:48: vor allem Metall stoppt die Radiowellen des Mobilfunks und auch sonst ist ein Signal von oben ein Nachteil.
00:15:55: Stell dir vor du bist im untersten Stockwerk eines Hochhauses.
00:15:58: da muss das Signal nicht nur durch das Hausdach sondern auch noch durch andere obere Geschosse.
00:16:03: Das Signal wird dann einfach immer schwächer und schwäicher.
00:16:06: und man muss sich vorstellen ein Smartphone hat auch keinen besonders starken Sender.
00:16:11: Ein Satellit hat Solarzellen, also Strom eine Stromquelle.
00:16:15: Aber ein Smartphone muss mit einer kleinen Batterie einen Signal aussenden können das Fünfhundert Kilometer nach oben
00:16:21: reicht.".
00:16:21: Es ist quasi so als würde der Satellitz ein Signal zur Erde schreien und das Smartphone flüstert ganz vorsichtig zurück wenn es versucht eine Mail zu versenden, ein Foto hochzuladen oder sein Video-Signal für einen Anruf durchzugeben.
00:16:36: Das bedeutet... Denn Wellen des Handys fällt es einfach an Kraft, um zum Satelliten durchzudringen.
00:16:42: Und das ist natürlich sehr blöd weil achtzig Prozent aller Mobilfunknutzung eben in Innenräumen stattfindet.
00:16:48: Das ist doch den Vorsang klar!
00:16:50: Man kann die Antennen weiter verbessern und zwar sowohl die Antennnen im Satellit wie auch jene im Smartphone – das is' natürlich die große Frage in der Hardware-Forschung.
00:16:59: Starlink hat aber noch eine zweite Massnahme angekündigt will Starlink seine Satelliten absenken.
00:17:06: Also anstatt sie auf der Höhe von fünfhundertfünfzig Kilometern fliegen zu lassen, sollen sie künftig auf etwa vierhundertachtzig Kilometer Höhe abgesenkt werden und damit werden auch die Beams kleiner und die Signale am Boden
00:17:19: stärker.".
00:17:20: Ja aber dann könnten wir uns auf der Erde wirklich Sendemasten sparen.
00:17:23: und auch die großen Bauprojekte um Glasfaser zu verlegen – das Internet kommt aus dem
00:17:28: All!
00:17:29: Als Chef von Stirling sehe das Elon Musk natürlich sehr gerne.
00:17:33: Und für uns Mobilfunknutzer hätte das auch klare Vorteile, wir könnten ein Mobilfunkt aber für die ganze Welt kaufen!
00:17:40: Es gebe kein Roaming mehr, keine Funklöcher und ja also ein bisschen Konkurrenz für diese regionalen Mobilfungfirmen wäre doch auch ganz gut.
00:17:49: Aber ich sehe dass der Ateliten-Internet eher als Ergänzung zu den terrestrischen Anbietern wie eben zum Beispiel der Swisscom oder der Telekom Die ersetzen muss es ja eigentlich auch gar nicht.
00:18:00: Der Vorteil von Swisscom und Telekom ist eben, ihr Internet läuft durch Glasfasern und wenn es halt um Millisekunden geht dann wird das immer schneller sein als wenn ein Signal zum Satellit hochgefunkt werden muss.
00:18:12: Und es gibt viele Anwendungen wo es halt auch um Millissekunde geht zb der Frequenzhandel an der Börse oder vielleicht später mal das autonome Auto fahren.
00:18:21: dort will man einfach keine Verzögerung
00:18:23: Denn der Weg über Glasfaser zum nächsten Mobilfunkmasten, zum Smartphone bleibt immer noch schneller als die Funkverbindung direkt aus dem All.
00:18:31: Und außerdem ist es auch eine politische Entscheidung ob ein London-Satelliten-Internet zulässt oder eben auch verbietet.
00:18:38: Viele Länder erlauben Starlink gar nicht den Dienst freizuschalten – manchmal aus technischer Sicht völlig zu recht weil Frequenzen überlastet sind oder andere Funktdienste gestört würden.
00:18:49: Aber oft hat das gar nichts mit Physik zu tun sondern mit Machtkontrolle.
00:18:53: Der Zugang zum Internet ist stark beschränkt, nun scheint Herr Kreml das ganze Land nahezu vom globalen Netz abzuschotten.
00:19:00: Seit Ende Februar blockiert das Regime das internationale Netz und damit Kommunikation, Navigation, Geschäftsmodelle.
00:19:09: In Iran
00:19:10: hat das Regim die Prozesse brutal niedergeschlagen und die Iranerinnen durch eine
00:19:15: Internetsperre
00:19:16: isoliert.
00:19:18: Wenn in
00:19:18: einem Land politische Protester drohen, dann drehen autokratische Regierungen gerne mal das Internet ab.
00:19:25: Letztes Jahr gab es in über fünfzig Ländern Netzsperren viele davon auch politisch motiviert – in Indien, in der Türkei, Venezuela, Kenia und eine ganze Reihe anderer Länder.
00:19:35: Viele Autokraten sperren immer wieder das Internet um ihre Macht zu sichern.
00:19:40: Sie greifen zu diesen Internetblockaden wenn es zum Beispiel ein Machtwechsel gibt oder vielleicht auch Wahlen anstehen.
00:19:47: Dazu gibt es auch noch Länder, die ihr Internet einfach sehr stark zensieren.
00:19:51: In China ist das zum Beispiel der Fall oder auch in Nordkorea.
00:19:59: Weil das Satelliten-Internet, das ist schwierig zu kontrollieren.
00:20:03: Man kann es nicht gleich einfach zensieren oder man kann es auch nicht gleich ausschalten weil Satellitten funken.
00:20:10: Internet eben halt ja direkt aufs Handy.
00:20:12: da können die Autokraten den Mobilfunk im Land abdrehen so viel sie wollen und die Satellitzen funktionieren trotzdem.
00:20:18: Und außerdem können die Satteliten theoretisch auch das freie Internet senden also die Zensur der Länder einfach mal umgehen.
00:20:25: Bislang hat Starlink noch nie das Direct to Cell Internet ohne eine Bewilligung der Regierung eingeschaltet.
00:20:32: Aber technisch
00:20:33: wäre es absolut möglich!
00:20:34: Das Ziel sollte sein, dass wir auch irgendwie ein europäisches Satelliten-Internet kriegen sowie auch China sein eigenes baut und der Zugang zu freier Information reicht nicht für einen funktionierenden Demokratisierungsprozess.
00:20:50: Aber es ist vielleicht einfach ein kleines Puzzlestück, das etwas anderes anstößt und dann den weiteren Prozess vielleicht auslöst.
00:20:58: Satelliten Internet ist echt ein Game-Changer für sehr viele Menschen.
00:21:02: Zum Beispiel gibt es immer noch Leute die können nicht mal ins Nachbarstorff telefonieren weil sie eben kein Netz haben Und das Satellitten Internet kann diesen Menschen helfen mit der ganzen Welt zu kommunizieren.
00:21:13: Das könnte wiederum eine Chance sein für die Demokratie.
00:21:17: Wenn
00:21:18: sich Satelliten-Internet durchsetzt, hängt es also nicht nur an der technischen Umsetzung sondern auch an der Politik.
00:21:25: Elon Musk drängt mit Starlink Mobile auf jeden Fall in den Telekom Markt – wie?
00:21:30: Das hat meine Kollegin Joya des Silvenanemartikel zusammengefasst!
00:21:34: Mehr dazu findet ihr in unserem Quantensprung Newsletter.
00:21:37: Der Link steht in den Show notes.
00:21:39: Ich bin Lena Walfle und das war Quantensprungen ein Podcast über Forschung die bewegt.
00:21:43: Wir hören uns wieder nächste Woche.
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