Profisport schrumpft das Hirn: 1800 Gehirne sollen helfen die Ursache zu finden

Shownotes

In einer spezialisierten Brain Bank an der Boston University lagern die Gehirne von rund 1800 Verstorbenen, vor allem ehemaligen Profisportlern. Forscher untersuchen hier die Ursachen von CTE, einer chronischen Hirnkrankheit, die durch wiederholte Kopfstösse ausgelöst wird und zu schweren Persönlichkeitsveränderungen sowie Demenz führen kann.

Bisher lässt sich CTE erst nach dem Tod eindeutig feststellen. Neue Ansätze wie spezielle PET-Scans und Biomarker im Blut sollen helfen, die verformten Tau-Proteine im Gehirn schon zu Lebzeiten nachzuweisen. Eine verlässliche Früherkennung ist die wichtigste Voraussetzung für künftige Immuntherapien. Das würde nicht nur Profiathleten schützen, sondern auch das grundlegende Verständnis von neurodegenerativen Erkrankungen voranbringen.

Host: Lena Waltle Redaktor/Co-Host: Martin Amrein, NZZ-Wissenschaftsressort

Ausserdem zu hören:

  • Gery Büsser, Chefarzt Sportmedizin, Schulthess Klinik
  • Jessy Mez, Neurologe & Forschungsleiter Brain Bank Boston

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Datum: 26. Oktober 2026 Ort: Kaufleuten, Zürich Tickets und Infos bei NZZ Live

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Transkript anzeigen

00:00:00: Dieser Podcast wird präsentiert von Oxygen at Work für mehr Natur und frische Ideen am Arbeitsplatz.

00:00:24: All over the United

00:00:31: States, we have some brains from Canada and Europe as well.

00:00:37: Er

00:00:37: wacht über die Gehirne von tausend achthundert Männern und Frauen.

00:00:40: Die Organspender stammen aus den USA, aus Kanada, aus Europa.

00:00:45: Manche wurden alt und andere sind jung gestorben.

00:00:48: Nun liegen alle ihre Gehirnen hier in großen Gefrierschränken Und warten darauf einen Beitrag zur Wissenschaft zu leisten.

00:00:55: They are

00:00:56: stored in freezers.

00:01:03: Die Spender haben alle etwas gemeinsam.

00:01:05: Sie waren Athleten, sie haben American Football, Icehockey, Rugby oder Fußball gespielt und genau deshalb untersuchen die Forscher in Boston ihre Gehirne.

00:01:21: Denn erst kürzlich konnten Sie zeigen, dass mindestens ein Viertel aller ehemaliger Amerikan-Footballspieler an einer speziellen Hirnkrankheit leidet die zu dem Ents führen kann.

00:01:33: Ja wir wissen alle was Alzheimer ist und jetzt viele dieser Exantleten haben etwas Ähnliches.

00:01:39: auch bei dieser Krankheit schlumpft das Gehirn.

00:01:41: es ist eine sogenannte neurodegenerative Krankheit Und mit diesem Hirnarchiv wollen die Forscher einfach besser verstehen wie diese Krankheit fortschreitet, wie sie zustande kommt und sie haben auch das Ziel der einst eine Behandlung zu finden dafür.

00:01:56: Schließlich geht es darum die negativen Einflüsse einer der beliebsten Sportarten der Welt besser in den Griff zu bekommen.

00:02:04: Das ist Quantensprung – ein Podcast aus der Wissenschaftsredaktion der NCZ.

00:02:09: Jede Woche prüfen wir Ideen, die unser Leben verändern und wie aus Forschung Realität wird!

00:02:14: Heute was können wir aus diesem einzigartigen Hirnarchiv lernen?

00:02:18: Ich bin Lena Waldle.

00:02:19: Willkommen!

00:02:22: Die BrainBank,

00:02:30: also das Hirnarchiv in dem Jesse Metz forscht ist die weltweit größte Datenbank ihrer Art.

00:02:36: An dem Institut in Boston wird vor allem eine ganz bestimmte Krankheit erforscht.

00:02:53: Das ist eine Hirnkrankheit, ähnlich wie Alzheimer.

00:02:56: Nur unabhängig vom Alter – denn CTE wird vor allem durch wiederholte Schläge gegen den Kopf ausgelöst.

00:03:10: Vor hundert Jahren haben Ärzte diese Krankheit bei Boxern festgestellt.

00:03:14: Sie sprachen damals vom Boxersyndrom.

00:03:17: Und erst vor fünf Jahren wurde dann klar, auch andere Verstorbene haben.

00:03:22: diese typischen Hirnveränderungen die auf CTE hinweisen.

00:03:38: Soldaten zum Beispiel, die immer wieder Druckwellen ausgesetzt waren und Frauen, die häusliche Gewalt erlebt hatten.

00:03:50: Aber vor allem zeigte sich CTE bei ehemaligen Spielen von American Football – von Ice-OK, Rugby oder Fußball, bei Athleten von Kontaktsportarten, die Kopfbälle annehmen, die Tackles aushalten, die ungebremst auf dem Boden aufschlagen … Und das immer und immer wieder!

00:04:08: In selten Fällen zeigt es sich schon im Teenageralter.

00:04:11: Meistens kommt das aber eher einige Jahre nach dem Karriereende zu ersten Symptomen.

00:04:16: Mein Kollege Martin Amrhein ist ein großer Fußball- und Eishockey-Fan, und er hat sich diese Krankheit genauer angeschaut – und wie sie sich äußert!

00:04:25: Das können zum Beispiel sein Verwirtheit und Vergesslichkeit dann zunehmend Wustausbrüche und Reizbarkeit.

00:04:32: Das kann auch wirklich zur richtigen Aggressivität führen.

00:04:35: Da gibt es den Fall, dass ehemaliger NFL-Stars er dann hernandes.

00:04:39: Er war ein Spieler der New England Patriots und wurde wegen Modus verurteilt und nahm sich mit siebenundzwanzig Jahren im Gefängnis das Leben.

00:04:46: Bei ihm wurde eine besonders schwere Stadion der Krankheit festgestellt.

00:04:50: Dann gibt es die Depression Junior So, eine beliebte Football-Legende, der zog sich immer mehr zurück, wurde immer depressiver und tragischerweise schoss er sich in die Brust damit sein Gehirnen von den Forscher untersucht werden konnten

00:05:05: Denn CTE kann erst nach dem Tod definitiv festgestellt werden.

00:05:17: So

00:05:29: ähnlich sich CTE und Alzheimer bei ihren Symptomen auch sind, So unterschiedlich sind die Auslöse für die Krankheit und damit auch die Möglichkeiten, sie zu behandeln.

00:05:39: Um diesen Leuten wirklich besser helfen zu können, seien es mit konkreter Unterstützung im Alltag aber dann vielleicht auch einmal mit Medikamentösentherapien ist es aber entscheidend natürlich herauszufinden ob Sie ZTE haben oder Alzheimer.

00:05:52: Genau dafür haben die Forscherinnen und Forscher also das Hirnachiv in Boston angelegt, und immer mehr Sportler mit mehr- oder weniger eindeutigen Symptomen spenden ihre Gehirne der Wissenschaft.

00:06:04: They

00:06:04: are largely willing to donate their brains when they pass

00:06:07: away.".

00:06:08: Auch der Kanadier Claude Lemieux.

00:06:11: Claud Lemieux war einer der bekanntesten Spieler des IsoCase.

00:06:15: Er hat viermal den Stanley Cup gewonnen in der NHL in Amerika Und er ist dann kürzlich überraschend verstorben.

00:06:22: Sein Sohn Brandon Lemieux, der als Hockey-Profi in Davos spielt hat auf Instagram ein emotionales Statement veröffentlicht.

00:06:29: Dort hatte geschrieben, dass sein Vater sich offenbar das Leben genommen hat und seine Familie seinen Gehirn an die Wissenschaft spendet.

00:06:36: Erst die Untersuchung wird zeigen ob Claude Millieux wirklich CTE hatte – und dafür wird sein Gehirnt nur nach Boston gebracht.

00:06:48: Das Hirnarchiv in Boston ist stets bereit für neue Spenden!

00:06:52: Es gibt einen Vierundzwanzigstunden-Piketdienst.

00:07:04: Der holt das Gehirn ab und bringt es nach Boston ins Labor.

00:07:07: Das Gehirr wird zunächst einmal halbiert, dann wird die eine Hälfte bei minus Achtzig Grad eingefroren damit später auch DNA-Analysen damit gemacht werden können.

00:07:16: Die andere Hälfe wird fixiert und in etwa siebzig haucht in den Scheiben geschnitten untersuchen dann die Forscher unter dem Mikroskop und suchen nach dem sogenannten Taubrotein, das charakteristisch ist für die Krankheit.

00:07:28: Das Taubprotein begegnet uns bei Gehirnkrankheiten öfter.

00:07:32: Denn im gesunden Gehirne ist es ein sehr wichtiges Protein.

00:07:36: Es sorgt nämlich dafür, dass die Nervenzellen genügend Nährstoffe bekommen.

00:07:41: Aber dieses Taub protein wird eben zum Problem wenn es sich verklumpft und im Gehirnt ablagert – genau das passiert bei CTE!

00:07:50: Man kann sich das Gehirn vorstellen wie ein Wackel-Pudding.

00:07:54: Und wenn da Schläge auf den Kopf kommen, wackelt dieser Pudding und an Stellen wo auch andere Elemente im Gehirnt sind wie Blutgefäße oder diese Hirnfuhrchen, dann kann es zu Kräften kommen die auf das Gehör wirken Und diese Kräfte können die Neuronen schädigen, was dann auch die Tauproteine im Inneren der Neurone schädigt und verformt.

00:08:15: So können sich dann diese Taupproteine verkleben, sie führen zum Zelt tot den Neuronern und lagen sich an den charakteristischen Stellen

00:08:22: ab.".

00:08:23: Ohne das Taup-Protein werden die Nervenzellen nicht mehr mit Nährstoffen versorgt – und sterben deshalb ab!

00:08:29: Da die Wiederholzenschläge auf den Kopf, vor allem in dem Blutgefäßen und ganz tief in den Hirnfurchen wirken, lagert sich dort das Taubrotein besonders

00:08:38: ab.

00:08:39: Bei CTE betreffen diese Ablagerungen typischerweise früh den Frontalappen des Gehirns.

00:08:44: Das erklärt warum bei CTE zuerst die Stimmung und die Persönlichkeit verändert wird während das Gedächtnis noch intakt bleibt.

00:08:52: In dieser Hinsicht ist CTE auch ähnlich wie Alzheimer.

00:08:55: Auch dort lagert es sich das Tauproteinen ab.

00:08:58: CTE ist eine neurodegenerative Disease, nicht unlike Alzheimer's disease.

00:09:04: Die Protein-Tal accumulates abnormally in der Brange.

00:09:09: Der Unterschied ist dass bei Alzheimer zunächst ein anderes Protein auftaucht das sogenannte Amyloid Beta.

00:09:15: durch eine Fehlfunktion im Körper hilft sich das an und man geht davon aus dass diese Anhäufung zu Entzündungen an der Nervenzelle führt um die dann wiederum die Tauproteine verformen können.

00:09:27: Und diese Verform der Tauproteine führt danach dort zu diesen Ablagerungen und zu weiteren Hirnschädigungen.

00:09:32: Alzheimer kann aber auch bei Lebenden festgestellt werden, und es gibt sogar schon erste Diagnosemöglichkeiten zur Früherkennung – und erste Therapieansätze!

00:09:41: Bei beiden Krankheiten wird das eigentlich natürlich in den Nervenzellen vorkommende Taupratein verformt und abgelagert.

00:09:48: Beides führt dazu, dass immer mehr Nervenzeilen sterben und auch das Gehirn schrumpft, Ausgangslage oder die Ursachen für die Veränderung des Tauprotins ist bei beiden Krankheiten unterschiedlich.

00:10:01: Die Tauproteine sind bei CTE und Alzheimer unterschiedlich verformt, und das ist eine ganz wichtige Erkenntnis für die Forscher – denn sie wollen nun wissen wie die Tauprateine bei Cte aussehen!

00:10:14: Nur so können Sie Diagnose-Methode entwickeln, die auch schon bei Lebenden funktionieren,

00:10:27: Als

00:10:32: wir die NFL-Spieler gesehen haben,

00:10:39: war es über neunzehnteltausend Prozent der Gehirne.

00:10:55: Die tatsächliche Zahl der Spieler ist doch beträglich hoch.

00:10:58: Und die Studien haben auch schon erste sehr interessante Erkenntnisse hervorgebracht!

00:11:03: Wir sind gleich zurück.

00:11:06: Gleich geht's

00:11:06: weiter...

00:11:12: Eine Pause im Park und plötzlich fließen die Ideen wieder, draußen.

00:11:16: denken wir einfach freier.

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00:11:26: Mehr auf oxygenatwork.com

00:11:36: Je länger ein Profi spielt, desto höher ist dein Risiko für CTE.

00:11:41: Das haben der Neurologist Jesse Metz und seine Kollegen in Boston bereits gezeigt.

00:11:51: Was man auch herausgefunden hat ist dass es eben nicht nur diese schweren Gehirnerschütterungen sind also die starke Symptome zeigen sondern einfach die Summe die Anzahl der wiederholten Traumata auch kleinere Schläge über die ganze Karriere hinweg die zu diesem Krankheitsbild führen können.

00:12:07: Mit jedem Jahr, dass ein Profi-Footballer spielt, steigt sein Risiko für CTE um dreißig Prozent.

00:12:19: Bei Isocio Grogby sei das Risiko etwas geringer

00:12:24: Und bei Fußballspielen ist besonders, dass die Spielposition entscheidend ist für das Risiko.

00:12:29: Da hat eine Studie der Glasgow University gezeigt, dass Torhüter zum Beispiel, die kaum jemals einen Kopfball machen, ein mit normalen Bevölkerung vergleichbares Risiko haben an Demenz.

00:12:39: zur Krankenspäter.

00:12:40: Andererseits sind aber Verteidiger, die wirklich viele Kopfbälle machen, einen fünfmal höheres Risiko auf dem Demenz zu erkranken.

00:12:47: Diese Erkenntnisse sind inzwischen auch im Profisport angekommen – anders als früher!

00:12:52: Da hat es zum guten Ton gehört, dass man am Kopf und an unschiebenden Augen weiter spielt.

00:12:58: Erzählt uns Geri Büsser – er ist Chefarzt für Sportmedizin in der Schultersklinik und er ist der Teamarzt des Zürcher Hockey Clubs ZSC.

00:13:06: Außerdem leitet er eine Taskforce im Schweizer Eisocke-Verband die sich um die Prävention von Gehirnerschütterungen bemüht.

00:13:14: Und ich denke, im Profi-Eisockel wird sogar noch besser geschaut als im Amateur oder im Breitensport-Eiskogel.

00:13:22: Er verteidigt den Profi-Sport.

00:13:24: Bisser warnt davor, wegen einer Krankheit die einen Teil der Profisportler betrifft gleich die ganze Sportart zu vertäufen.

00:13:30: Ich denke damit will er auch ein bisschen seinen aktiven Spielen die Angst für diese Krankheit nehmen.

00:13:35: Das ist verständlich dass er das Risiko etwas herunterspielt.

00:13:38: aber man muss schon sagen es ist nachgewiesen dass es wirklich bei Isoke Profis zu diesen Fällen kommen kann.

00:13:46: Nicht Gesundheitssport.

00:13:48: Sie betreiben einen Sport, der nicht auf die Gesundheit abzieht sondern auf Leistung.

00:13:54: Tatsächlich ist es aber auch so, dass im Breitensport das Problem weniger gross ist.

00:13:57: Dort ist die Zahl der Fälle viel kleiner.

00:14:00: und womit Büss natürlich schon recht hat... Es wäre falsch, jetzt all diese Sporthalten gar nicht mehr durchzuführen gerade in der breiten Bevölkerung.

00:14:07: Weil Sport halt einfach wirklich sehr viele positive Effekte auf die Gesundheit hat.

00:14:11: Sport stärkt das Herzkreislaufsystem, aktiviert das Immunsystem und senkt auch das Krebsrisiko.

00:14:18: Auch Skierennen sind gefährlich oder Rennradrennen!

00:14:22: Nur wird beim Fußball, beim Icehockey oder Rugby selten jemand lehmensgefährlich auf den Platz verletzt.

00:14:28: Mal ein gebrochenes Bein vielleicht ein abgerissenes Ohr CTE ist nicht direkt zu sehen.

00:14:34: Und es helfen auch keine Fangnetze, keine Helme oder Schienbeinschoner dagegen.

00:14:38: Erst Jahre später machen sich die Veränderungen im Gehirn dann bemerkbar.

00:14:44: All diese IsoCay-Profis haben halt schon als Junioren begonnen zu spielen und deshalb ist das sicher hilfreich wenn man über eine ganze Karriere hinweg die Anzahl dieser Gehirnschläge minimieren kann.

00:14:57: Die Bemühungen im Junioren-Sport, diese Schläge gegen den Kopf zu vermeiden.

00:15:00: So werden zum Beispiel im Fußball die Juniorentrainer inzwischen instruiert auf Kopfballtraining zu verzichten.

00:15:05: In Schottland und England sind die Kopfbälle bei den Junioren im Training sogar ganz verboten.

00:15:09: Ähnliche neue Regeln gibt es auch im Eishockey – damit lässt sich die Krankheit in Zukunft zumindest teilweise verhindern.

00:15:20: Aber was ist mit den Personen abseits der Sports, die diese Krankheit bekommen?

00:15:24: Und die, die schon Schäden haben!

00:15:26: Ihnen will Jesse Metz helfen.

00:15:34: Er sucht nach einer Behandlung für CTE.

00:15:40: Da CTE eine gewisse Ähnlichkeit mit Alzheimer hat, forschen Jesse MetZ und seine Kollegen auch an einer ähnlichen Therapie.

00:15:47: Eine Möglichkeit wäre eine Immuntherapie.

00:15:50: also.

00:15:50: dort werden Antikörper entwickelt im Labor die speziell an diese Taubroutine bieten sollen.

00:15:57: Antikörpers nennen ganz spezielle Proteine.

00:15:59: Die sind y-förmig und darauf trainiert, genau dieses eine Tauprotein zu finden das sich verformt hat und sich dort festzuklammern.

00:16:08: Wir können sie uns wie kleine Markierungsfähnchen vorstellen.

00:16:11: Sie machen dann dem Immunsystem eigentlich diese Taubroutine sichtbar und das Immunystem kann sie dann abbauen.

00:16:17: die Hoffnung wäre dann dass durch den Abbau der Taubproteine die Krankheit weniger stark voranschreitet.

00:16:23: Grundsätzlich eine gute Idee.

00:16:25: Nur gibt es bei CTE dein Hindernis.

00:16:28: Um Medikamente zu entwickeln und diese auch in Versuch und Testen zu können, wäre das natürlich wichtig überhaupt zu Lebzeiten.

00:16:35: festzustellen, ob jemand CTE hat oder nicht.

00:16:38: Bei Alzheimer ist das schon möglich.

00:16:39: da kann man bei lebenden Personen die Krankheit erkennen und dann auch mit Therapien beginnen.

00:16:43: Bisher können die Forscher nur anhand der Symptome unter Patientengeschichte vermuten, ob jemals CTE haben.

00:16:49: Aber um die Krankheiten wirklich früh und sicher diagnostizieren zu können forschen Jesse Metz und seine Kollegen an Tests.

00:17:03: Ein Ansatz sind die sogenannten Petscans.

00:17:06: Dort werden sogenannte Tracer verwendet, die leicht radioaktiv sind und werden dann in den Körper von den Patienten verabreicht.

00:17:13: Dort gelangen sie ins Gehirn und binden genau an diese Stellen, wo eben diese charakteristischen Tau-Ablagerungen sind.

00:17:20: Und aufs Andocken an.

00:17:21: diese Tauproteine und ihre leicht radioktive Strahlung können dann ins Cans die Stellen, bei denen die Tauablagerung sind, genau sichtbar gemacht werden.

00:17:31: Mit solchen Petscans kann Alzheimer heute schon zu Lebzeiten mit sehr hoher Genauigkeit nachgewiesen werden.

00:17:37: Da aber die Tauproteine von CTE anders verformt sind als bei Alzheimer, gibt es dafür noch keine solche Tracer.

00:17:45: Mehrere Forschungsgruppen planen aber gerade große klinische Studien dazu.

00:17:50: Noch besser werden natürlich Tests, die schon früh und einfach für die Patienten möglich wären!

00:17:55: Die andere Möglichkeit wären sogenannte molekulare Biomarker.

00:17:59: Das können zum Beispiel Reste von diesen Tauprotinen sein, die im Blut oder in Nervenwasser herumschwimmen.

00:18:07: Die versuchen dann Forscher aufzuspüren und da haben die Bossener Forscher eine große Studie.

00:18:12: Sie haben also jetzt noch lebende ehemalige Athleten bei denen sie regelmäßig Blutproben und Proben vom Gehirnwasser entnehmen das regelmässig erfassten was dafür Substanzen drin stecken und dann, wenn diese Personen dann verstorben sind, untersucht sie deren Gehirne.

00:18:27: Und können dann das vergleichen ob wirklich ein höherer Grad an CTE auch mit einem höheren Grad an bestimmten Markern im Blut

00:18:35: korreliert.".

00:18:40: Von diesen Tests und Therapien würden sehr viele Menschen profitieren

00:18:44: Und es sind ja doch viele Menschen, die diese Sportarten betreiben.

00:18:47: Es sind nämlich dreihundert Millionen Menschen, der Fußball spielen.

00:18:50: Vierzig Millionen Menschen die Rock-Bee oder American Football spielen.

00:18:53: Drei Millionen die Iso-Key spielen.

00:18:55: Die alle wollen wissen wie stark sie gefährdet sind an dieser Krankheit zu leiden.

00:18:59: Das ist das eine.

00:19:00: und dann auch all diese Profi-Atleten, die dieses Sportarten in Leben lang betreiben, auch die müsste man natürlich möglichst gut schützen können.

00:19:19: Das muss ja auch unser aller Anliegen sein, die wir diese Sportarten so schätzen.

00:19:23: Die nächsten Meilensteine für die Forscher sind klar!

00:19:26: Also die Diagnosemöglichkeiten um die Krankheit schon zu Lebzeiten zu entdecken.

00:19:30: ich glaube das wird in den nächsten Jahren wirklich möglich werden.

00:19:33: da wäre es wirklich möglich entweder mit diesen Petscans oder auch mit Biomarken im Blut bei lebenden Personen zu entdecken.

00:19:42: Der große Traum ist in diesem Fall kein Pokal und auch kein Weltmeister-Titel, die Forscher wollen CTE heilen – und am besten noch viele andere Hirnerkrankungen.

00:19:51: Ja wenn man es wirklich schaffen könnte diese charakteristischen Tauproteine mit eben diesen Immuntherapieverfahren aus dem Gehirn rauszubringen das Gehirnso... vor weiteren Schäden möglicherweise zu bewahren.

00:20:04: Das wäre wirklich ein großes Sprung, das könnte dann tatsächlich auch für andere ähnliche Hinterkrankungen bedeuten

00:20:10: sein.".

00:20:14: Übrigens!

00:20:15: Am der nächsten Quantensprung Live-Podcast im Kaufleuten in Zürich statt.

00:20:22: Diesmal geht es um Innovationen der Flugrettung und es gibt noch ein paar Tickets.

00:20:27: Alle Infos dazu findet ihr im Quantenssprung Newsletter.

00:20:31: Dort gibt es auch die wichtigsten Fakten aus dieser Folge auf einen Blick und weiteren Lesestoff für euch.

00:20:37: Der Link zur Anmeldung steht in den Show notes.

00:20:40: Das war Quantensprung, ein Podcast über Forschungen, die bewegt.

00:20:43: Ich bin Lena Waldler.

00:20:44: Wir hören uns wieder nächste Woche.

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